Die beste WordPress-Alternative: die kurze Antwort
Für die meisten Unternehmen ist ein Headless CMS mit eigenem Frontend die beste WordPress-Alternative. Es löst die typischen WordPress-Probleme an der Wurzel, weil es ohne Plugins auskommt und Inhalte von der Darstellung trennt. Für Sonderfälle passen andere Systeme besser: Baukästen wie Wix für kleine Präsenzen ohne IT, Webflow für reine Marketing-Seiten, Ghost für Newsletter, TYPO3 für große mehrsprachige Auftritte mit eigener IT.
Zur Einordnung: WordPress betreibt laut W3Techs (öffnet in neuem Tab) 40,1 Prozent aller Websites (Stand Oktober 2026). Im Ökosystem aus Plugins und Themes wurden 2025 laut Patchstack (öffnet in neuem Tab) 11.334 neue Sicherheitslücken gemeldet, 42 Prozent mehr als im Vorjahr.
In diesem Artikel: acht Alternativen im Vergleich, eine Entscheidungshilfe nach Ihrem Grund für den Wechsel und die zwei Fragen, die fast jeder Vergleich auslässt. Was nehmen Sie beim Umzug mit, und wo liegen Ihre Daten?
Transparenz vorweg: Wir entwickeln selbst Redaktionssysteme auf Headless-Basis. Deshalb steht unsere Empfehlung oben, mit ihren Grenzen. Danach folgen die Fälle, in denen ein anderes System besser passt, und der Fall, in dem Sie bei WordPress bleiben sollten.
WordPress-Alternativen 2026 im Überblick
Die acht wichtigsten Alternativen zu WordPress reichen vom Headless CMS, das mit dem Unternehmen wächst, bis zum Mietbaukasten, der in wenigen Tagen steht. Die Tabelle zeigt, für wen welches System gedacht ist, wer es betreibt und was beim späteren Umzug passiert:
| System | Am besten für | Betrieb und Daten | Kosten | Späterer Umzug |
|---|---|---|---|---|
| Headless CMS (Payload, Directus, Storyblok, Sanity) | Unternehmenswebsites mit eigenem Design | selbst gehostet (Payload, Directus) oder gemietet (Storyblok, Sanity) | Open Source oder Miete, plus Frontend | selbst gehostet: Datenbank bei Ihnen |
| Eigenes CMS | Sonderfunktionen wie Buchung oder CRM-Anbindung | frei wählbar, z. B. Deutschland | Entwicklung meist 5.000 bis 20.000 € | Code und Daten gehören Ihnen |
| Wix, Squarespace, Jimdo | kleine Präsenz ohne IT | beim Anbieter | Monatsmiete | Website bleibt beim Anbieter |
| Webflow | Marketing-Seiten mit Designanspruch | beim Anbieter | Monatsmiete je Website | Code ohne CMS-Inhalte, Inhalte als CSV |
| Ghost | Newsletter, Magazine, Mitgliedschaften | gemietet oder selbst gehostet | Open Source oder Miete | Software quelloffen, Inhalte exportierbar |
| Statische Website (Hugo, Astro) | Seiten, die sich selten ändern | frei wählbar | fast nur Hosting | Dateien gehören Ihnen |
| Kirby | kleine Redaktion, eigenes Design | selbst gehostet | 99 oder 349 € einmalig je Website | Inhalte als Textdateien bei Ihnen |
| TYPO3 | große, mehrsprachige Auftritte mit eigener IT | selbst gehostet | Open Source, hoher Pflegeaufwand | Datenbank bei Ihnen |
Das Muster dahinter: Je schneller ein System startklar ist, desto enger bindet es Sie an seinen Anbieter. Gemietete Systeme nehmen Ihnen die Wartung ab und behalten dafür die Kontrolle. Selbst gehostete Systeme verlangen Pflege und lassen Ihnen dafür Daten, Code und Serverstandort.
Erst der Grund, dann das System: Welche Alternative löst Ihr Problem?
Die richtige WordPress-Alternative ergibt sich aus dem Grund für den Wechsel. Wer wegen Sicherheitslücken wechselt, braucht ein System mit weniger Fremdcode. Wer wegen der Redaktion wechselt, braucht eine einfachere Oberfläche. Ein Wechsel, der den eigentlichen Grund nicht trifft, tauscht nur den Anbieter und behält das Problem.
| Ihr Grund für den Wechsel | Passende Alternativen | Löst das Problem nicht |
|---|---|---|
| Sicherheitslücken und Plugin-Updates | Headless CMS, eigenes CMS, statische Website, Baukasten | TYPO3 oder Drupal ohne eigene IT, auch sie brauchen laufende Updates |
| Langsame Ladezeit | Headless CMS, eigenes CMS, statische Website | ein anderes System mit Page-Builder |
| Redaktion traut sich nicht an die Seite | Headless CMS oder eigenes CMS mit reduzierter Oberfläche, Kirby, Webflow | TYPO3, die Lernkurve ist steiler als bei WordPress |
| Laufende Kosten für Lizenzen und Wartung | selbst gehostetes Headless CMS, eigenes CMS, statische Website, Kirby | Mietmodelle, deren Preis mit Nutzern und Umfang wächst |
| Datenschutz und Haftung | Headless CMS oder eigenes CMS auf deutschen Servern, andere selbst gehostete Systeme | Mietsysteme von US-Anbietern |
| Fehlende Funktionen, Anbindung an CRM oder ERP | Headless CMS, eigenes CMS | Baukasten, Webflow |
| Newsletter und bezahlte Mitgliedschaften | Ghost | Baukasten mit Zusatz-Apps |
Treffen mehrere Gründe zugleich zu, etwa Sicherheit, Ladezeit und eine überforderte Redaktion, landet die Tabelle fast immer bei einem Headless CMS oder einem eigenen CMS. Das liegt an der Bauweise: Beide trennen Inhalte von der Darstellung und bringen keinen Fremdcode mit, den Sie pflegen müssen.
Die 8 WordPress-Alternativen im Detail
1. Headless CMS: die beste Wahl für die meisten Unternehmen
Ein Headless CMS verwaltet nur die Inhalte und liefert sie über eine Schnittstelle an ein eigens entwickeltes Frontend. Die Redaktion pflegt Inhalte in klaren Feldern, Entwickler bauen die Website frei, meist mit React oder Next.js. Für Unternehmen mit eigenem Design, mehreren Kanälen oder hohen Ansprüchen an Ladezeit und Datenschutz ist das 2026 die tragfähigste Alternative zu WordPress.
Der Vorteil liegt in der Bauweise, nicht in einer einzelnen Funktion. Es gibt keine Plugins von Drittanbietern, und damit fällt die Quelle weg, aus der laut Patchstack 91 Prozent aller Sicherheitslücken im WordPress-Umfeld stammen. Das Frontend liefert fertig vorbereitete Seiten aus, statt jede Seite bei jedem Aufruf aus Datenbank und PHP zusammenzusetzen. Und weil Inhalte in festen Feldern liegen statt in einem Page-Builder, kann die Redaktion das Layout nicht versehentlich zerschießen.
Die Systeme unterscheiden sich vor allem im Betriebsmodell. Payload und Directus lassen sich selbst hosten, auf Wunsch in Deutschland. Storyblok und Sanity werden gemietet, ihr Preis wächst mit Nutzern und Umfang. Was das für Kosten, Datenhaltung und Redaktion bedeutet, vergleichen wir im Artikel Was ist Payload CMS?.
Der Haken: Ein Headless CMS ist ein Baustein, keine fertige Website. Ohne Frontend-Entwicklung gibt es nichts zu sehen, der Aufwand liegt deshalb am Anfang und braucht Entwickler. Für eine Visitenkarte mit fünf Seiten, die sich zweimal im Jahr ändert, ist das mehr als nötig.
Gut geeignet für Unternehmenswebsites, die Anfragen bringen und mit dem Unternehmen wachsen sollen. Ungeeignet für kleine Präsenzen mit minimalem Budget.
2. Eigenes CMS: wenn Ihre Website mehr können muss
Ein eigenes CMS ist ein Headless CMS, das für ein bestimmtes Unternehmen weiterentwickelt wird. Login, Rechte und Medienverwaltung kommen aus erprobten Open-Source-Projekten wie Payload oder Directus. Neu entwickelt wird nur, was Ihr Geschäft besonders macht: Buchungslogik, Anbindung an CRM oder ERP, KI-Funktionen. Code, Daten und Serverstandort gehören Ihnen.
Ein eigenes CMS lohnt sich, wenn die Website ein Geschäftsinstrument ist und Funktionen braucht, die es in keinem Katalog gibt. Deutsche Agenturen nennen für die Entwicklung meist 5.000 bis 20.000 Euro, danach fallen Hosting und Betreuung an, aber keine Plugin-Lizenzen. Ab wann sich das gegenüber WordPress rechnet, zeigt unser Vergleich individuelles CMS vs. WordPress mit Zahlen.
3. Wix, Squarespace und Jimdo: Baukasten für kleine Präsenzen
Wix, Squarespace und Jimdo sind Mietbaukästen: Sie wählen eine Vorlage, ändern Texte und Bilder im Browser, und der Anbieter kümmert sich um Server, Updates und Sicherheit. Für eine kleine Firmenpräsenz ohne IT-Abteilung und ohne Sonderwünsche ist das die einfachste Alternative zu WordPress. Wix und Squarespace kommen laut W3Techs zusammen auf knapp 10 Prozent des CMS-Markts, Jimdo hat seinen Sitz in Hamburg.
Die Grenze liegt im Mietmodell. Die Gebühr endet nie, Funktionen gibt es nur aus dem Katalog des Anbieters, und das Design bleibt im Rahmen der Vorlagen. Vor allem lässt sich die fertige Website nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen.
Gut geeignet für Selbstständige, kleine Betriebe und Vereine. Ungeeignet, wenn die Website Anfragen bringen und mit dem Unternehmen wachsen soll.
4. Webflow: für Marketing-Seiten mit Designanspruch
Webflow ist ein visueller Website-Editor mit eingebautem CMS, in dem Designer Layouts pixelgenau bauen, ohne Code zu schreiben. Hosting, Updates und Sicherheit übernimmt Webflow, für die Redaktion gibt es einen eigenen, einfacheren Bearbeitungsmodus. Für Marketing-Teams mit Designanspruch ist Webflow die stärkste gemietete Alternative zu WordPress: mehr Gestaltungsfreiheit als jeder Baukasten, keine Plugin-Pflege.
Der Preis dafür ist die Bindung. Webflow bleibt ein Mietmodell, Schnittstellen zu internen Systemen stoßen schnell an Grenzen, und der Ausstieg ist teurer, als er aussieht: Der Code-Export enthält keine CMS-Inhalte, die Seite muss im neuen System neu aufgebaut werden.
Gut geeignet für Marketing-Seiten mit hohem Designanspruch und ein Team, das selbst gestalten will. Ungeeignet, wenn die Website Daten mit CRM, ERP oder eigener Software austauschen soll.
5. Ghost: für Newsletter, Magazine und Mitgliedschaften
Ghost ist ein quelloffenes Publishing-System, das Blog, Newsletter und bezahlte Mitgliedschaften ohne Plugins mitbringt. Getragen wird es von der gemeinnützigen Ghost Foundation. Sie können Ghost selbst hosten oder als Ghost(Pro) beim Anbieter mieten.
Ghost erledigt eine Aufgabe sehr gut: Texte veröffentlichen und an Abonnenten verteilen. Für eine Unternehmenswebsite mit Leistungsseiten, Referenzen, Formularen und Karrierebereich ist es das falsche Werkzeug. Statische Seiten sind möglich, aber nicht der Kern des Systems.
Gut geeignet für Fachverlage, Magazine und Newsletter-Geschäfte. Ungeeignet als Basis einer klassischen Unternehmenswebsite.
6. Statische Website: für Seiten, die sich selten ändern
Eine statische Website besteht aus fertigen HTML-Dateien, die ein Generator wie Hugo oder Astro aus Textdateien erzeugt. Es gibt keine Datenbank, keinen Login und keine Plugins, die jemand angreifen könnte. Für eine Firmenpräsenz, die sich wenige Male im Jahr ändert, ist das die Alternative mit dem geringsten Betriebsaufwand: Das Hosting kostet fast nichts, und auf dem Server läuft keine Software, die Updates braucht.
Der Haken ist die Pflege. Ohne Redaktionsoberfläche ändert jemand mit technischem Verständnis die Inhalte, meist der Entwickler. Sobald Ihr Marketing jede Woche veröffentlichen will, kippt der Vorteil. Dann führt der Weg zu einem Headless CMS, das dieselbe schnelle Auslieferung mit einer Oberfläche für die Redaktion verbindet.
7. Kirby: für kleine Redaktionen mit eigenem Design
Kirby ist ein Flat-File-CMS: Es speichert Inhalte als Textdateien statt in einer Datenbank, und Entwickler bauen die Templates frei, ohne Theme-Vorgabe. Die Redaktion bekommt eine aufgeräumte Oberfläche mit genau den Feldern, die das Projekt braucht. Eine Lizenz kostet einmalig 99 Euro je Website (öffnet in neuem Tab) für Organisationen bis 1 Million Euro Jahresumsatz, darüber 349 Euro, jeweils mit drei Jahren Updates.
Kirby passt zu Unternehmenswebsites mit überschaubarer Redaktion und eigenem Design, die ohne Mietmodell auskommen sollen. Die Einrichtung braucht einen Entwickler, denn ein fertiges Theme gibt es nicht. Für Plattformen mit Nutzerkonten, Buchungslogik oder großen Datenmengen ist eine Datenbank die tragfähigere Basis, also ein Headless CMS oder ein eigenes CMS.
8. TYPO3: für große, mehrsprachige Auftritte
TYPO3 ist ein quelloffenes Enterprise-CMS, das im deutschsprachigen Raum bei Behörden, Hochschulen und großen Mittelständlern verbreitet ist. Es verwaltet viele Sprachen, viele Seitenbäume und fein abgestufte Redakteursrechte in einer Installation. Für eine große Organisation mit eigener IT ist TYPO3 eine solide WordPress-Alternative.
Für ein Unternehmen, dem WordPress schon zu kompliziert geworden ist, ist TYPO3 selten die Erleichterung. Redakteure müssen es lernen, Einrichtung und Updates verlangen Fachleute. Weltweit läuft TYPO3 laut W3Techs auf 0,4 Prozent aller Websites, im deutschsprachigen Raum finden Sie trotzdem genug spezialisierte Agenturen.
Warum Drupal und Joomla nicht in der Liste stehen
Drupal und Joomla stehen in fast jedem Vergleich, für deutsche Unternehmen sind sie aus unserer Sicht selten die beste Antwort. Drupal verlangt ähnlich viel Fachwissen wie TYPO3, und im deutschsprachigen Raum ist TYPO3 für diese Rolle verbreiteter. Joomla ist ein klassisches CMS mit Erweiterungen von Drittanbietern, genau wie WordPress, nur mit kleinerem Ökosystem. Wer wegen Plugin-Pflege wechseln will, gewinnt damit wenig.
Was nehmen Sie beim Wechsel mit?
Bei gemieteten Systemen nehmen Sie beim Wechsel meist nur Texte und Bilder mit, nicht die Website. Design, Seitenstruktur und Funktionen bleiben beim Anbieter. Die Frage entscheidet über die Kosten des nächsten Umzugs, und kaum ein Vergleich stellt sie. Die Hilfeseiten der Anbieter sind dabei deutlich:
- Wix: Eine Wix-Website muss auf den Servern von Wix laufen (öffnet in neuem Tab). Mitnehmen können Sie die Domain, nicht die Seite.
- Squarespace: Der Export liefert nur einen Teil der Inhalte (öffnet in neuem Tab) als XML-Datei im WordPress-Format, darunter einfache Seiten und ein Blog. Shop-Seiten, weitere Blogs, Video- und Produktblöcke sowie das Design bleiben zurück.
- Webflow: Der Code lässt sich exportieren, aber ohne CMS-Inhalte, Shop und Nutzerkonten (öffnet in neuem Tab). Sammlungslisten zeigen auf der exportierten Seite nur ihren Leerzustand, die Inhalte selbst gibt es als CSV-Datei.
- Selbst gehostete Systeme wie Ghost, Kirby, TYPO3, Payload oder Directus: Datenbank oder Dateien liegen auf Ihrem Server. Ein Umzug macht Arbeit, aber niemand verhindert ihn.
Ein Wechsel weg von einem Mietsystem ist fast immer ein Neubau. Rechnen Sie die Kosten des nächsten Umzugs in die Entscheidung ein, nicht nur die Monatsgebühr.
Auch ein technisch sauberer Umzug kann Rankings kosten, wenn alte Adressen ins Leere laufen. Wie Sie das verhindern, steht in unserem Leitfaden zur WordPress-Migration ohne Rankingverlust.
DSGVO und Hosting: Wo liegen Ihre Daten?
Bei selbst gehosteten Systemen bestimmen Sie den Serverstandort, bei gemieteten der Anbieter. Wer Hosting in Deutschland will, wählt deshalb ein selbst gehostetes System oder ein eigenes CMS auf deutschen Servern. Squarespace und Webflow sind US-Unternehmen, bei ihnen kommt die Frage der Datenübermittlung in die USA dazu.
Der Serverstandort ist allerdings nur die halbe Antwort. Genauso wichtig ist, was eine Seite im Hintergrund nachlädt: Bei WordPress sind es oft Plugins, die Schriften, Karten oder Skripte von fremden Servern holen, bei Mietsystemen die Dienste, die der Anbieter selbst einbindet. Die Haftung dafür trägt immer der Betreiber der Website, nicht der Anbieter des Systems.
Kein System ist von sich aus DSGVO-konform. Fragen Sie vor der Wahl: Wo stehen die Server, welche externen Dienste lädt die Seite ohne Einwilligung, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter?
Wann Sie bei WordPress bleiben sollten
Bleiben Sie bei WordPress, wenn Ihre Website ein Standardfall ist und jemand sie zuverlässig pflegt. Der WordPress-Kern ist nicht das Problem: Patchstack zählte 2025 nur sechs Sicherheitslücken im Kern, aber 91 Prozent aller Lücken in Plugins. Eine Seite mit wenigen, gepflegten Plugins und regelmäßigen Updates ist kein Fall für einen Systemwechsel.
Ein Wechsel lohnt sich, wenn das Problem im Ausbauzustand liegt: 25 Plugins, ein Page-Builder, der jede Änderung riskant macht, und Funktionswünsche, die nur mit noch einem Plugin gehen. Wir setzen WordPress in neuen Projekten nur noch auf ausdrücklichen Kundenwunsch ein. Eine funktionierende Seite ohne Grund aufzugeben, raten wir trotzdem niemandem.
Aus unserer Praxis: wie wir die Alternative wählen
Wir bauen die meisten Redaktionssysteme auf Payload, weil es freie Lizenz, eigenes Hosting und eine Redaktionsoberfläche ohne Ballast verbindet. Liegen die Daten schon in einer bestehenden Datenbank, nehmen wir Directus, das sich auf vorhandene Tabellen setzt. So ist die Raumplattform Raumcloud (öffnet in neuem Tab) entstanden. Für KiLeiDo (öffnet in neuem Tab), eine KI-gestützte Dokumentenverwaltung für Kitas, haben wir ein eigenes CMS gebaut, das direkt mit dem KI-Produkt verbunden ist.
Was wir aus diesen Projekten mitnehmen: Die Wahl des Systems ist selten der schwierige Teil. Die meiste Arbeit steckt im Inhaltsmodell. Welche Inhalte gibt es, wer pflegt sie, welche Felder braucht die Redaktion wirklich? Ein Wechsel weg von WordPress ist deshalb die Gelegenheit, Inhalte aufzuräumen, statt alles eins zu eins umzuziehen.
So gelingt der Umstieg von WordPress
Der Umstieg von WordPress gelingt ohne Rankingverlust, wenn vor dem Livegang feststeht, welche Inhalte mitkommen, wohin jede alte Adresse weiterleitet und wer danach die Rankings beobachtet. Bei einer Unternehmensseite mit 30 bis 80 Seiten dauert das von der Bestandsaufnahme bis zum Livegang typischerweise 6 bis 14 Wochen.
Bestandsaufnahme
Sie listen alle Seiten mit ihren Besuchern und Rankings auf und entscheiden, welche Inhalte mitkommen und welche wegfallen.
System und Inhaltsmodell
Sie wählen die Alternative nach Ihrem Wechselgrund und legen fest, welche Inhaltstypen und Felder die Redaktion künftig pflegt.
Weiterleitungen
Jede alte Adresse bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die passende neue Seite, damit Rankings und Links erhalten bleiben.
Livegang und Kontrolle
Nach dem Start prüfen Sie in der Search Console Fehlerseiten und Positionen und korrigieren Weiterleitungen, die ins Leere laufen.
Den ausführlichen Ablauf mit Kosten und den häufigsten Fehlern beschreibt unser Leitfaden zur WordPress-Migration ohne Rankingverlust.
Lösungen von SymbolicLabs
- LeistungEigenes CMS entwickeln lassen
Wenn Sie über WordPress hinausgewachsen sind, entwickeln wir Ihr Redaktionssystem auf Payload oder Directus, mit eigenem Frontend und Hosting in Deutschland.
- ArtikelIndividuelles CMS vs. WordPress
Der Vergleich mit Zahlen zu Kosten, Sicherheit, DSGVO und Ladezeit, mit Checkliste, wann sich ein eigenes CMS lohnt.
- ArtikelWordPress-Migration ohne Rankingverlust
Wie Sie von WordPress wechseln, ohne Ihre Google-Rankings zu verlieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die beste Alternative zu WordPress?
Für die meisten Unternehmen ist ein Headless CMS mit eigenem Frontend die beste Alternative zu WordPress. Es kommt ohne Plugins aus, liefert Seiten schnell aus und lässt sich auf Servern in Deutschland betreiben. Für Sonderfälle passen andere Systeme besser: Wix oder Squarespace für kleine Präsenzen ohne IT, Webflow für reine Marketing-Seiten, Ghost für Newsletter.
Gibt es eine kostenlose WordPress-Alternative?
Ja. Payload, Ghost, TYPO3 und Generatoren für statische Websites wie Hugo sind quelloffen und ohne Lizenzgebühr nutzbar. Kostenlos ist dabei nur die Software: Hosting, Einrichtung und Pflege kosten auch bei Open-Source-Systemen Geld oder Arbeitszeit. Kostenlose Tarife von Baukästen wie Wix zeigen Werbung des Anbieters und erlauben keine eigene Domain.
Welche WordPress-Alternative ist DSGVO-konform?
Kein System ist von sich aus DSGVO-konform, entscheidend sind Serverstandort und Einrichtung. Am einfachsten gelingt Datenschutz mit einem selbst gehosteten Headless CMS wie Payload oder einem eigenen CMS auf Servern in Deutschland, ebenso mit TYPO3 oder Kirby. Bei Mietsystemen von US-Anbietern wie Webflow oder Squarespace kommt die Datenübermittlung in die USA als zusätzliche Frage dazu.
Ist Webflow besser als WordPress?
Für Marketing-Seiten mit hohem Designanspruch ja, weil Webflow mehr Gestaltungsfreiheit ohne Plugin-Pflege bietet. Für Websites mit Anbindung an interne Systeme oder besonderen Funktionen nein, weil Webflow ein geschlossenes Mietmodell ist. Beim späteren Wechsel fehlen im Code-Export zudem alle CMS-Inhalte.
Kann ich eine Wix-Website zu einem anderen Anbieter umziehen?
Nein, nicht als fertige Website. Wix-Seiten laufen nur auf den Servern von Wix, mitnehmen können Sie die Domain. Texte und Bilder müssen Sie ins neue System übertragen, Design und Seitenstruktur dort neu aufbauen.
Welche WordPress-Alternative eignet sich für Unternehmen?
Für die meisten Unternehmen eignet sich ein Headless CMS oder ein eigenes CMS auf Headless-Basis am besten. Damit kann die Website Anfragen bringen, mit internen Systemen sprechen und mit dem Geschäft wachsen. TYPO3 passt zu großen Organisationen mit eigener IT, Baukästen reichen nur für kleine Präsenzen ohne Sonderwünsche.
Ist Joomla eine gute WordPress-Alternative?
Joomla ist ein solides, quelloffenes CMS, löst aber die typischen WordPress-Probleme nicht. Es arbeitet ebenfalls mit Erweiterungen von Drittanbietern, die gepflegt werden müssen, und hat ein deutlich kleineres Ökosystem. Wer wegen Plugin-Pflege und Sicherheitsupdates wechseln will, gewinnt mit Joomla wenig.
Was kostet der Umstieg von WordPress auf ein anderes System?
Der Umstieg kostet je nach Ziel zwischen einer Monatsmiete und einem fünfstelligen Betrag. Bei einem Baukasten ist der größte Posten die eigene Arbeitszeit für den Neuaufbau. Für ein eigenes CMS nennen deutsche Agenturen meist 5.000 bis 20.000 Euro, dazu kommt die Übertragung der Inhalte, deren Aufwand mit der Zahl der Seiten wächst.




